Geschichte von St. Barthelemy (St. Barth)
Die Insel hat eine bewegte Geschichte. St. Barthelemy (St. Barth) (St. Barth) wurde zwar von den Spaniern entdeckt und auf dem Papier in Besitz genommen. Die ersten Siedler kamen jedoch aus Frankreich. Zu der Zeit dürften die Eingeborenen schon nach Spanien verschleppt oder durch europäische Krankheiten sowie Gefechte ausgerottet worden sein.
Die Franzosen verkauften bereits Mitte des 17. Jahrhunderts die Insel an den Malteserorden, zu dem die meisten Siedler gehörten. Wegen der Boden- und Klimaverhältnisse wurde die Besiedlung jedoch wieder aufgegeben, woraufhin sich Piraten des gut geschützten und strategisch interessanten Hafens bemächtigten. Es dauerte gut 100 Jahre, bis wiederum Franzosen sich auf der Insel niederlassen wollten. Doch es blieb nicht dabei. Die Insel wurde gegen Handelsrechte im Baltikum mit Schweden getauscht. Nach König Gustav III ist auch der Hauptort Gustavia benannt.
1877 kauften die Franzosen die Insel zurück und unterstellten sie zunächst der Verwaltung des Überseedepartements Guadeloupe. Die Bevölkerung bemühte sich jedoch um mehr Eigenständigkeit, woraufhin die Insel 2007 den Status einer Übersee-Gebietskörperschaft bekam.
Noch heute hat die Insel die Rechte einer Freihandelszone. Das beinhaltet auch eine eigene Steuer- und Finanzpolitik, in dessen Zuge sich St. Barthelemy (St. Barth) als eines der Steuerparadiese in der Karibik positioniert.
